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Ein Drücken und Stoßen, Flüſtern und Schreien, das ſich von den am Graben ſtehenden Volksmaſſen dem ſchauluſtigen Publicum des Stephansplatzes mittheilte, bezeugte, daß die erwartete Proceſſion im vollen Anzug ſei.
Nicht lange darnach rückte ein Trupp der Stadt⸗ guardia heran, deſſen Beſtimmung die Freimachung der Straße war. Ihr Erſcheinen hatte die erſte Bewegung der Volksmenge hervorgerufen. Wenige Minuten ſpäter zeigten ſich die Spitzen des feierlichen Zuges.
Auf hohen wohlgemäſteten Pferden ritten zwei Viertelmeiſter, der Eine gelb gekleidet mit einem ſchwar⸗ zen Küraß auf der Bruſt, Borten und Aufſchläge von weißer Farbe an Aermel und Kragen, der Andere trug einen weißen Rock, glänzenden Küraß und gelbe Verbrämung. Ihnen folgten zwei Fährlein bewaffneten Bürger des Stuben⸗ und Wiednerviertels, die mit Ausſchluß der Goldflitter und Küraſſe, welche die Bekleidung der Anfüh⸗ rer ſchmückten, ähnliche Uniformen trugen.
Auf die Bürgermiliz folgten die Zünfte und Innun⸗ gen mit ihren Fahnen; hinter ihnen ſchritt abermals ein Trupp Bürger des Schottenviertels in hellrothen Rök⸗ ken mit gelben Aufſchlägen und Feldbinden einher. Dann folgten die Pfarrer mit ihren Hülfsprieſtern und Pfarr⸗ kindern, ſtets die Schuljugend voran, die Erwachſenen hin⸗ ter ihnen. Nach dem Säcular⸗Clerus gingen die Mönche mit ihren Kreuzen.


