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„Als ob der Kämmerer Seiner Durchlaucht ein Lügner wäre.“
„Welcher Kämmerer?“
„Nun, der Wolkenſtein.“
„Und der hat es Euch geſagt?“
„Nicht mir, aber vor der ſchönen Thereſe.“
„Und die ſchöne Thereſe?“
„Hat es meiner Schwägerin erzählt.“
„Der Erzherzog hat ſchon Recht, daß er von dem Eſelsbäcken nichts leidet.“
„Und der Sohn des Eſelsbäcken, denn vergeßt nicht, daß der Vater Bäcker im blauen Eſel war, hat noch mehr Recht, daß er die Großen auf die Finger klopft.“
Hier wurde das Geſpräch der würdigen Bürgen durch kriegeriſche Fanfaren unterbrochen, die von Außen zur Kirche hereindrangen. Die Trompetenklänge rührten aber von einem Fähnlein der uniformirten Bürger des Kärnthnerviertels her, welche in ihren rothen Röcken mit weißen Aufſchlägen und Feldbinden unter Anführung ei⸗ nes halbgeharniſchten Rathsherrn aus der Churhausgaſſe hervorbrachen, links ſchwenkten und ſich unter Trompeten⸗ ſtößen und Trommelwirbel mit dem Rücken gegen das Churhaus aufſtellten.— Ein zweites Fähnlein zog in die Kirche ſelbſt ein und bildete längs der Pfeiler des Mittel⸗ ſchiffes eine Hecke, um der herannahenden Proceſſion Raum zu geben.


