Teil eines Werkes 
1. Th. (1864)
Entstehung
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ment ausrüſten und dem bedrängten Erzherzog zu Hülfe ſchicken können.

Fürſt Eggenberg horchte auf die Rede des Kammer⸗ präfidenten mit einer Aufmerkſamkeit, die ſie allem Uebrigen nach nicht zu verdienen ſchien; drei Jahre ſpäter erkann⸗ ten die Ueberlebenden, wie ſehr der kaiſerliche Miniſter Eggenberg die Lection des Kammerpräſidenten genutzt hatte. Damals aber durfte ſich noch Freiherr von Khuen erheben und im Ton des Verweiſes ſagen:Ihr ſcherzt wohl! wer kann das Eigenthum Anderer, wenn auch zu den wohlthätigſten Zwecken verwenden. Aendert etwa die Confeſſion etwas an dem Eigenthumsrecht?

Breuner murmelte etwas in den Bart, das ſo klang, als ob er wirklich glaube, das religiöſe Bekenntniß ändere gar Vieles; laut ſagte er aber, als er die faſt allgemeine Mißbilligung ſeiner Worte auf den Geſichtern der Anwe⸗ ſenden las:Wie, giebt es keine Iuden zu ſchröpfen?

Iſt es nicht beſſer, wenn man dieſe Blutigel, ohne ſie zu tödten, auspreßt, als daß man einen ſo frommen Prin⸗ zen wie König Ferdinand in Stich läßt?

Findet man aber für gut, daß auch der Juden zum Lohn der Kreuzigung Chriſti geſchont werde, befindet ſich etwa in der kaiſerlichen Schatzkammer kein goldenes Klei⸗ nod mehr, das verkauft oder verpfändet werden könnte, wenn man dem König gegen die Venetianer wirklich hel⸗ fen wollte?

Der Dominicaner, der bis zu dieſem Augenblick