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den werden, in welchem„Molly⸗Adonide“ aus dem Grabe beſchworen wurde, nicht um den Schmerz des Dichters zu heiligen, nicht um ihn durch die Weihe jener Peeſie, die, wie bei Dante Religion wird, von dieſem Schmerz zu er⸗ löſen,— ſondern, um ihm in Fleiſch und Blut noch ein⸗ mal in ſinnlichem Beſitze zu gut zu kommen. Aber das kalte Grab Molly's behielt doch zuletzt Recht vor Eliſens weichen Armen, und ſeine Trauerweide flüſterte tiefere Wahrheit in ſein Herz, als die ſüßen Lippen der jungen Schwärmerin.
So wenigſtens urtheilte dieſe zu einer Zeit, wo das Weib den Mann ſeiner Liebe nach ganz anderen Wahrneh⸗ mungen beurtheilen möchte; und der Boden wankte faſt in demſelben Moment unter ihren Füßen, als der Himmel über ihr zuſammenſtürzte. Sie wurde eiferſüchtig auf eine Todte, ſie mißgönnte ihr die Grabesruhe nach ſo langem leidvollem Leben, nach ſo kurzer Seligkeit,— und einſtmals, als Bürger Abends von dem Kirchhof zurückkam, ſaß der junge Graf von H., ihr Tänzer auf dem letzten Ball ihrer Jugend, bei ihr auf dem Sopha und trank Thee mit ihr.
„Kurz, ich ſchmeichle mir, das Mägdlein, das ich heim⸗ zuführen gedenke, ſoll Euern ganzen Beifall gewinnen, denn ſie darf ſich ſowohl im Körperlichen, als Geiſtigen und Moraliſchen, vor Meiſter und Geſellen ſehen laſſen.“
So ſchrieb Bürger wenige Tage vor ſeiner Hochzeit an einen Freund.
Ein Jahr nachher, nachdem ihm Eliſe einen Sohn ge⸗ boren, welcher, wie uns ein Brief belehrt, der im Manu⸗ ſcript vor uns liegt, Agathon getauft wurde, weil die vier Pathen Jeder ſeinen Namen gewählt ſehen wollten und man ſich nicht vereinigen konnte, ſchrieb er an Eliſens Mutter:
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