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Junghof, ohne in dieſen Vorſchlag einzugehen, ſtand auf und ſchritt eine Weile in großer Bewegung durch das Zimmer. Dann ſtopfte er zwei Pfeifen, reichte die Eine dem Freunde hin und ſagte:„Ich will morgen Deine Frau ſehen, und Dir dann ſagen, was ich von Allem denke.“
Bürger drückte feſt die Augen zu und rieb ſich lange die Stirne; dann ſagte er:
„Es läßt ſich Vieles darüber denken, aber Weniges ändern. Ich geſtehe Dir offen, ich kenne Eliſen ſo wenig als Du und je mehr ich ſie kennen lernen möchte, um ſo unverſtändlicher wird ſie mir. Sie hat viel Temperament— viel Jugend, viel friſches bildſames Element— aber—, Er hielt inne, ſah lange nachdenkend auf ſeine Finger⸗ ſpitzen, dann dehnte er die Bruſt aus, zog die Schultern
zurück und ſagte gepreßt:„Aber ich bin nicht mehr, der ich war, und ſeit acht Tagen bin ich's vollends nicht mehr.“,
Junghof ſah ihn ruhig mit großen Augen an und er⸗ wiederte bloß:„Du mußt nur nicht vergeſſen, daß ſie Dich gerufen hat.“
Bürger kratzte ſich in den Haaren, zog die Augenbrauen in die Höhe und ſagte:„Anaxagoras! das war ſehr ver⸗ nünftig von Dir geſprochen.“
Eliſe zählte noch ihre Ehe nach Tagen Aund ſchon lag es wie Jahre und Jahrzehnde zwiſchen ihr und ihrem Gatten. Es war ein ſchreckliches Erwachen aus einem ſchönen Traume, und vielleicht ließe ſich's an ihrem Bei⸗ ſpiele nachweiſen, wie eine einzige Lüge des Herzens alle Wahrheit eines Daſeyns auf immer zu vernichten im Stande iſt. Aber was gewönne der Leſer, was gewönnen


