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„Fremdling! Wer Du auch ſey'ſt, geh' nicht nach Ko⸗ rinth,“ erwiederte Bürger gleichfalls griechiſch und faßte ſeine Hand. Sichtbar ſchrack Jener zuſammen, als er den vertrauten Laut hörte, ſeine Züge verklärten ſich und läch⸗ lend deutete er in der Richtung nach der Stadt.
„Laß uns zuſammen dorthin gehen,“ ſagte hierauf der Hellene mit ſanfter, bittender Stimme.„Nur unter feind⸗ lichen Menſchen ſchätzt man den Freund, den die Götter uns zuführten zum Troſt und Schutz gegen Jene. Du
auch biſt von den Guten ja Einer, die nicht haſſen und
nicht neiden, und mir ſagt's meine Seele, daß die Himm⸗ liſchen Dich lieben, da ſie den Geiſt Dir klärten und das Auge mit helleniſcher Schöne.“
Bürger erwiederte bewegt:
„Wohl, ſie thaten mir das; doch fügten ſie auch zu dem
Guten viel des herben Geſchick's und der nimmer raſten⸗ den Plage; dulden ſo viele doch mit uns und wiſſen es
nimmer zu ſagen, wiſſen es nicht zu erkennen, was es heißt in der Welt ſeyn und dulden. Wir aber wiſſen's zu thun und grollen d'rum nicht mit den Göttern; denn das Schöne erkauft nur des Leidens beſtändige Uebung.“
Der Fremde ſah ihn mit großen trunkenen Augen an.
„Himmel! Himmel!“ rief er entzückt und fiel ihm um den Hals.„So gut iſt mir's nur einmal im Leben ge⸗ worden, und ich möchte den ſehen, der eben mit mir tauſchte. O! Daß die Welt jetzt eine Sonne hätte, mir den Mann zu zeigen, der ſo in der Sprache des Perilles reden kann!“
In dieſem Augenblick hörten ſie die Stimmen mehrer
Männer hinter ſich. Der Hellene lauſchte erſchrocen auf und rief zitternd:


