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Es war eine große Ueberraſchung für Bürger's Freunde, als in Göttingen das Gerücht ſich verbreitete, er kehre demnächſt mit einer jungen Frau zurück, mit der er ſich in Stuttgart Knall und Fall verlobt und verheirathet hätte. Die Geſchichte von dem Gedicht des Schwabenmädchens wurde natürlich hiermit in Verbindung gebracht, und bald blieb kaum mehr ein Zweifel übrig, daß Alles gerade ſo eingetroffen war, wie es ſich manche Leute vorgeſtellt hatten. Immer kleiner wurde die Zahl der Freunde, die dieſen Gerüchten widerſprachen, die den Muth hatten, noch dasjenige in Abrede zu ſtellen, was bereits würtembergi⸗ ſche Zeitungen mit Beſtimmtheit meldeten.
Man kann ſich denken, wie die Welt in Göttingen, die ja ohnedem ein Stück von der großen ganzen Welt iſt, eine ſolche Heirath beurtheilte; und die bekannten Verhält⸗ niſſe von Bürger's erſter und zweiter Ehe wurden nicht nur abermals und nochmals einer ſtrengen Prüfung unterworfen, ſondern ſie dienten auch im Vorbeigehen dazu, dieſe dritte Heirath in das gehörige Licht zu ſtellen. Man fand nun endlich die Beſtätigung für Vieles, wofür Bür⸗ ger's Feinde ihm bis jetzt den Beweis ſchuldig geblieben waren; und ſelbſt Perſonen, die es ſich ſeit Jahren ange⸗ legen ſeyn ließen, ſeinen Namen, wo ſie konnten, vor übe⸗ len Nachreden zu ſchützen und die arge Welt über ſein Verhältniß zu Molly in's Klare zu ſetzen, wurden irre an ihm und verſtummten. Und fragen wir uns ſelbſt, wel⸗ chen Eindruck es macht, wenn ein Menſch, den ſo vieles Unglück heimſuchte, nun, nachdem er mit dieſem zu einem Abſchluß gekommen, nachdem wir ihn mit einer großen be⸗ herzigenswerthen Geſchichte im Rücken da ſehen, wo An⸗ dere ſich zu beſcheiden pflegen,— ſo gewaltſam ſein Schickſal corrigirt, auf eine ſo wenig zu den leidvollen Erfahrungen
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