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Buürger als Eliſe hatten ſich im Geiſte dieſe Begegnung, wenn ſie wirklich einmal Statt finden ſollte, ganz anders ausgemalt. Sie, die ſo lange in heißer, ſtets wachſender Sehnſucht aus weiter Ferne zu einander hingeſtrebt waren, deren Seelen ſich längſt verſtanden hatten, fühlten ſich mit Einmal, nun die Sehnſucht erfüllt, die Ferne verſchwunden war, wie von tauſend unüberwindlichen Rückſichten und Hinderniſſen auseinander gehalten, und faſt war Jedes von ihnen verſucht, das Geſchehene dem Andern Schuld zu geben.
Nun der Würfel gefallen, erkannten Beide das ungeheure Wagſtück, in das ſie ſich eingelaſſen hatten— und ſie ſuch⸗ ten an Nebendingen nachzuholen, was ſie ſo blindlings an der Hauptſache verſäumt hatten.
Aber was vor Allem nöthig war, fehlte ihnen eben, eine dritte, mit ihrem ganzen wunderbaren Verhältniß vertraute Perſon, die denn auch endlich in das Gemach trat.
Beinah fiel jedoch Frau Hahn vor Schrecken der Teller mit dem Glas aus der Hand, als ſie ihre Tochter in der Geſellſchaft des Mannes ſah, der ihrem mütterlichen Her⸗ zen in ſo weiter Ferne ſo viele Sorge bereitet hatte.
Und nun ſaß er wirklich neben Eliſe auf dem Sopha, und es lag für die fromme ehrwürdige Matrone in dieſem An⸗ blick etwas Grauenvolles, Etwas, was nicht mit ihrem Glauben an einen weiſen Lenker des Menſchenſchickſals übereinſtimmte.
Indeſſen merkte Bürger bald, daß der erſte Eindruck, den er auf die wackere, von manchem Schickſal des Lebens
heanrt geprüfte Frau gemacht hatte, ſehr zu ſeinen Gunſten
redete; und faſt wußte er ſich die Mutter noch eher ge⸗ neigt, als die Tochter, da Eliſe ganz und gar nicht daran glauben wollte, daß ſie wirklich Bürger vor ſich hätte.
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