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... Auch das Weib, welches ich unglücklich genug wäre, nach der unzertrennlichſten Verbindung nicht mehr zu lie⸗ ben, darf wenigſtens keine unedle und rauhe Begegnung von mir fürchten. Das bezeuge mir noch in ſener Welt die, mit welcher ich zehn Jahr ohne ein rohes, hartes Wort verlebte, ob ich ſie gleich nicht liebte. Eher möchte ich vielleicht fähig ſeyn, mit der Höchſtgeliebten mei⸗ nes Herzens, doch nur über geargwohnten Mangel an ihrer Gegenliebe zu hadern. Gott bewahre mich vor einem Weibe, das mich für meine Liebe nicht vollauf wieder liebt! Noch bin ich in dieſem Falle zwar nicht geweſen: aber mich däucht, es würde von allen möglichen der ſchlimmſte ſeyn. Leicht könnte ich dann der unerträglichſte Menſch werden. Denn es kommt mir vor, als ſey ich großer Eiferſucht fähig. Freilich nicht, nach gemeiner Männer Weiſe, zum Hüthen und Auskundſchaften der Schritte und Tritte meines Weibes; nicht zur Einſchränkung ihrer Frei⸗ heit in irgend einer Art des Umganges: aber heimliche Verzweiflung würde mein Herz zerfleiſchen, und in der grauſenden Geſtalt eines Höllen⸗Verdammten würde ich vor ihrem Angeſichte umherſchleichen.—
.. Eliſe, Eliſe! Ich ſchließe mit einer theuern, feier⸗ lichen Beſchwörung. Bei dem ewigen Gotte, bei Ihrem eigenen Wohl und Weh, und bei dem Wohl und Weh eines Mannes, der nicht redlicher um das Ihrige beſorgt ſeyn kann, als er iſt, beſchwöre ich Sie: Wählen Sie mich nicht zu Ihrem Gatten, wofern Sie nicht bei ſich fühlen, daß Sie ſich mit voller Liebe in meine Arme werfen kön⸗ nen. Ich ſchwöre Ihnen, in Anſehung Ihrer eben das⸗ ſelbe zu beobachten.
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