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nur immer gern hätte. Liebe würde meiner mächtig ſeyn, ſo viel ich nur meiner ſelbſt mächtig bin, und wohl noch mehr. Ich weiß nicht, ob es mir zum Lobe, oder zum Tadel gereichen mag, daß ich mich bei einem geliebten Weibe kaum gegen Sclaverei aufrecht erhalten würde; be⸗ ſonders, wenn ſie die Kunſt zu herrſchen verſtünde.— ... Wenn ich auch noch ſo liebenswürdig von Geiſt, Herz und Sitten wäre: ſo bin ich doch weder jung, noch ſchön, noch in guten häuslichen Umſtänden. Meine Jahre reichen völlig an das wohl bewußte— Schwaben⸗Alter hinan. Von hundert jungen, hübſchen, zwanzigjährigen Mädchen dürften leicht neun und neunzig die Schultern davor zucken. Ob ich gleich an Geſicht und Figur nicht eben eine Fratze zu ſeyn glaube: ſo bin ich doch wahrlich auch nie ein Adonis geweſen. Das Profil, das Eliſe kennt, ſoll, wie Viele behaupten, mir ziemlich gleichen, wiewohl Andere dieß wieder läugnen. Ich kann’'s nicht beurtheilen, weil ich nicht die Ehre habe, mich im Profil zu kennen; indeſſen möchte ich doch beinahe fürchten, daß man ſich darnach leicht etwas Hübſcheres unter mir vor⸗ ſtellen könnte, als ich wirklich bin; etwas mehr Leben und Freundlichkeit allenfalls ausgenommen. Meine kleine Krän⸗ keleien geben mir oft ein wenig hinfälligeres und abge⸗ blaßtes Anſehen; wiewohl in den Zeiten, da ich mich ge⸗ ſunder und munterer an Leib und Seele fühle, die Leute mich auch wohl für zehn Jahr jünger zu halten geneigt ſind.— ... Ich habe dunkles Haar und blaue Augen. Von den letzten pflegten bisher Weiblein und Mägdlein, bei denen ich, Gott weiß, warum? bis auf den heutigen Tag niemals übel gelitten geweſen bin, eben nicht nach⸗ theilig zu urtheilen. Ueberhaupt ſoll ich bis unter die Naſe herab, ſelbſt nach Maler⸗Urtheil nicht uneben gebil⸗


