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aus Leibeskräften Mordio! Aber vor dem hölliſchen Ge⸗ lächter des Böſen verſtummte mein Heulen und ſchon hatte er mich aufgehoben, als ich mit ſchwacher Stimme:„Alle gute Geiſter loben Gott den Herrn“ rief. Wie wenn ich eine Kröte wäre, ſchleuderte er mich von ſich, daß mir's vorkam, als fiele mir das Fleiſch von den Knochen, brüllte: „Ich kriege dich doch!“ und war mit einem furchtbaren Knall in der Mauer verſchwunden.
Als Hahn ſeinen Bericht beendet hatte, fühlte er, daß er ſich von ſeiner Fantaſie doch etwas zu weit hatte hinreißen laſſen, und die Farben ſeines Höllenbildes allzuſtark und grell aufgetragen hatte. Aber glücklicherweiſe gehörte Herr Zacharias Mehlfink zu jenen empfindſamen, zartorganiſir⸗ ten Naturen, die das Ueberſinnliche nicht ſowohl in ſeinen ſichtbaren Erſcheinungen, als vielmehr in ſeinen tieferen Offenbarungen hinnehmen, und denen eine Fledermaus oder ein Leichenvogel dieſelbe Gänſehaut bereitet, als ein Geſpenſt ohne Kopf oder ein Toͤdtenens im Mondſchein um den Galgen.
Der alte Mann ſah aus, wie ein Fink, der ſich in einem Mehlkaſten gepudert hat, er war kreidebleich und nur ein leiſes Schluchzen, das zuweilen ein tiefer Stoß⸗ ſeufzer unt erbrach, verrieth Hahn die mächtige Wirkung ſeiner Erzählung auf das Nervenſyſtem ſeines Zuhörers.
„Ja, lieber Mann,“ fuhr der Schalk mit tremulirender Stimme fort,„wer über gewiſſen Dingen den Verſtand nicht verliert, der hat keinen zu verlieren. War nun, was ich geſehen, ein Traum, ein Geſicht meiner Fantaſie, war's Wirklichkeit,— ich will nicht drüber nachgrübeln, ſondern es gläubig und demuthsvoll als einen Wink des Himmels betrachten, daß ich von meinem ſündhaften liederlichen Burſchenleben ablaſſen und mich zur Reue und Beſſerung
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