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bekehren ſoll. Dann wird der Böſe trotz ſeines Dräuens keine Gewalt mehr über mich haben und ich werde auf dieſer harten Pritſche ſo ſanft und unangefochten ruhen, wie in Abrahams Schooße. Daß Sie aber ſehen, wie ernſt es mir mit dieſen Worten gemeint iſt, bitte ich Sie nochmals, mir irgend ein frommes Buch heraufzuholen, am liebſten den„chriſtlichen Herzensſpiegel,“ den Sie mir früher ſchon einmal auf Nummer I. zur Lektüre empfahlen, den ich gottloſer, arger Menſch aber damals in der Verſtocktheit meines Herzens von mir wies. Ach! Wie dürſt' ich nun nach ſeiner Labung!“
„Guter Gott, deine Wege ſind wunderbar!“ ſagte Herr Zacharias Mehlfink mit gerührter Stimme und faltete die Hände.
„Es hat aber doch eine räthſelhafte Bewandtniß mit der Geiſterſeherei,“ fuhr Hahn fort.„So leicht mir's um's Herz iſt, ſeit ich mich auf dem Weg der Reue finde, ſo leer iſt mein Magen, ordentlich, als wenn ich acht Tage gefaſtet hätte. Wenn Sie mir vielleicht einen Kartoffel⸗ ſalat——
„Erſt beten, mein lieber Herr Hahn— erſt beten!“ ſagte Herr Mehlfink in bittendem Tone, und deutete be⸗ ſorgt nach der Wand, wo nach Hahn's Ausſage der Böſe eingetreten und verſchwunden war.
„Meinen Sie, daß er noch einmal—— 1 das Wort erſtarb ihm auf der Zunge und er warf ſich, ſein Ge⸗ ſicht mit beiden Händen bedeckend„ langen Weg's auf die Pritſche.
„Still! Still! mein lieber Herr Hahn!“ flüſterte der alte leichtgläubige Mann.„Ich wollte nur ſagen, daß es
für jetzt gerathener ſey, jedes irdiſche Gelüſte fern zu halten—“


