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ſauer mir das Regieren wird, er hätte mich gewiß nicht im Stiche gelaſſen.“
„Es geht uns Allen ſauer, guter Buchonkel,“ ſagte Bür⸗ ger, ergriffen von der wunderlichen Begriffsverwirrung des Alten, in deſſen Kopf heute gar keine klare Vorſtel⸗ lung haften wollte.„Aber laſſen Sie mich nur machen,“ fügte er zuverſichtlicher hinzu;„ich denke, das Kabinet von Liſſabon wird Vernunft annehmen und uns künftig in Ruhe laſſen.“
„Gut, gut, ich überlaſſe das Ihrer Einſicht, Magiſter laureatus,“ verſetzte Jener.„Sie ſind ein Mann von Geiſt und Kenntniſſen und es iſt ſchändlich, daß man Sie noch immer in ihrer Carriére zurückhält. Welchen Poſten bekleiden Sie jetzt in Hannover?“ Und ohne Bürger's Antwort abzuwarten, rief er zornig, indem er mit der Hand auf die ledernen Hoſen ſchlug:„Die verwünſchten Cabalen! Sie machen mich noch raſend! Aber ich werde den Leuten in's Werk fahren, und Sie ſollen befördert werden, wie Sie's verdienen. Nun gehen Sie, lieber Magiſter, reiſen Sie mit Gott, das Weitere findet ſich von ſelbſt, Apropos! Noch Eins! Hat mein Schwager Leonhart ein Teſtament gemacht? Ich fürchte ſonſt, ſie begraben ihn le⸗ bendig und jagen mich aus dem Haus, wie den guten König Hiero, der in der Verbannung Hungers ſterben mußte.“ „ Dann kommen Sie zu mir nach Wölmershauſen,“
verſetzte Bürger, dem es jetzt klar wurde, was den guten„ „Buchonkel“ heute ſo ungewöhnlich confus und verwirrt in ſeinen Begriffen machte. Er mochte wohl fühlen, daß er mit dem Schwager die letzte Stütze ſeines wankenden Alters verloren habe; und wie Bürger ſich immer für den harmloſen, närriſchen Mann lebhaft intereſſirt hatte,


