Teil eines Werkes 
2. Th. (1860)
Entstehung
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trotz der Störungen und eines beſtändigen Uebelbeſindens

zu ſchaffen ringt, manche trübe, einſame Stunde hindurch

in ihrer tiefſten Bitterkeit fühlt.

Dennoch aber Muth! Wenn auch unfähig, ein Kunſt⸗ werk der höchſten Art zu ſchaffen, darf nicht ein Solcher wenigſtens eine Erinnerung ſeines eigenen Lebens in eine lockere, faſt geſtaltloſe Form gießen, um der Erfah⸗ rung Anderer zu Hülfe zu kommen? Hier mag vielleicht das freieſte Feld für ſeine verſtümmelte Thätigkeit zu ſuchen ſein. Laſſet ihn immerhin denken, daß ſein Leben ſelbſt ſein ſchönſtes Gedicht ſein ſollte. Laſſet ihn leben ſo edel und weiſe wie er kann, und ſo aus ſeinem Leben irgend eine Wahrheit und Dichtung herausarbeiteu. Das That⸗ ſächliche ſei die Wahrheit, und das ſie umſchwebende My⸗ ſterium die Dichtung! Denn eine Thatſache iſt nicht immer eine Wahrheit. Hamlet, wie ihn Saxo Grammaticus ſchildert, mag eine Thatſache ſein, aber Hamlet, wie Shakspeare ihn ſchuf, iſt eine Wahrheit.

Und wenn nun dieſer Mann, den wir uns vorſtellen, ſo die Erinnerung ſeines Lebens als eine Wahrheit für Andere niederzuſchreiben gedenkt, ſo laſſet ihn nicht fürchten, daß ein einzelnes Leben unter ſo vielen Millionen anderen nicht originell ſein kann. Kein Lebenslauf iſt ganz alltäg⸗