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begünſtigten, ſonnigeren Länder, aber theuer dennoch denen, welche ihn genießen, und nicht ohne einen eigenthümlichen, kurzen melancholiſchen Reiz für die tiefer Blickenden. Wenn wir auch nie vollbringen, was wir gekonnt hätten, ſo können wir doch thun, was uns unter ſo mancherlei be⸗ ſchränkenden Umſtänden und im Kampf mit ſo mancherlei Schwierigkeiten noch möglich bleibt. Vielleicht finden wir Jemanden, der dieſe Schwierigkeiten verſteht und um ihret⸗ willen Nachſicht übt. Selbſt wenn es uns am Vollbringen fehlt, ſo iſt doch die Anſtrengung ſchon gut und würdig, und es giebt ein Urtheil, höher als das menſchliche Urtheil, und eine Gerechtigkeit über der menſchlichen Gerechtigkeit, welche unſer Ringen ſieht, und das kleine, uns verliehene Talent von Stufe zu Stufe wachſen läßt.
Dryden ſucht die Unvollkommenheiten ſeiner„Eleanora“ — deren wirklicher Fehler, nebenbei bemerkt, darin beſteht, daß ſie auf Befehl und ohne Inſpiration geſchrieben wurde — zu entſchuldigen, indem er„ſchwache Geſundheit, allerlei Geſchäfte und manche Störung“ vorſchiebt. Er fügt hinzu: „als Ovid in die Verbannung ging und am Bord des Schiffes an ſeine Freunde ſchrieb, entſchuldigte er die Fehler feines Gedichtes durch ſein Unglück und ſagte, daß gute Verſe nur aus einem heitern und ruhigen Geiſt entſpringen können.“ Die Uebel, welche dieſe Meiſter anführen, fallen


