Teil eines Werkes 
2. Th. (1860)
Entstehung
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Kunſt ringen, der ihrem Dienſt nur einen vom Tagewerk erſchöpften Geiſt widmen, nur der Nacht ein paar kurze Stunden und auch dieſe nicht klar oder regelmäßig oder ruhig abſtehlen kann? Mrs. Stowe ſagt von St. Clare,daß eine gewiſſe natürliche Feinheit des Empfindens ihm eine inſtinktive Anſchauung von der Ausdehnung der Chriſtenpflichten verlieh, ſo daß er im Voraus vor den möglichen Forderungen des eigenen Gewiſſens zurückbebte, wenn er ſich einmal jenen Pflichten zu unterziehen entſchlöſſe; er hielt es für beſſer, nichts zu unternehmen, als mit dem Unternehmen ſeinen Zweck zu verfehlen. Und ſollte nicht ein achtungswerthes, St. Clare's Zweifeln einigermaßen verwandtes Mißtrauen gegen uns ſelbſt uns mit unſern Verſuchen in der Kunſt zögern laſſen, wenn der Verſuch mißlingen muß; mißlingen muß, ſelbſt wenn wir über⸗ zeugt ſind, daß er uns gelingen würde, wenn unſer Geiſt unſer alleiniges Eigenthum wäre und ſich ſeinem edlen Gegen⸗ ſtand klar und ganz widmen könnte? Ein ſchwerer, ſchmerz⸗ licher Zweifel; wie ſchmerzlich, das mögen die bezeugen, die unter ähnlichen Umſtänden ihn aufrichtig gefühlt haben. Aber George Herbert ſagt:Höher ſchießt, wer den Mond bedroht, als der, welcher nach einem Baume zielt. Streben wir alſo ſo gut wir können. Island hat ſeinen bleichen, kurzen Sommer, weniger prächtig allerdings, als jene mehr