Teil eines Werkes 
2. Th. (1860)
Entstehung
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zwiſchen ihnen beſteht nur in dem Unterſchied der Umſtände und des Schickſals. Ich ſtellte mir vor, daß Grey, wenn er ein Leben der Freude gelebt hätte, geweſen ſein möchte, was Charlton war, und daß, wenn Charlton immer mit Sorgen gekämpft hätte, er geworden wäre, was Grey war. Eine ſeltſame Räthſelfrage, die ich nicht löſen kann. Laſſen

wir ſie in die Atmoſphäre jenes ſanften, grauen Nebels

verduften, der ſchon ſo manchen Zweifel eingehüllt hat. Es mag ſein, daß das Fatum eine ſichtbare Verſchiedenheit ſchuf, welche in den inneren Naturen urſprünglich nicht vor⸗ handen war; und daß vielleicht die metaphyſiſche Kunſt im Stande wäre, die verſchiedenen Elemente wieder in Eins zu vereinigen. Als ich wahrnahm, wie ſehr meines lieben Freundes Natur durch die große Glücksphaſe, durch welche ſein Leben hindurchzog, gebeſſert und gehoben worden, dachte ich tiefer über die Thatſache nach, daß mein eigenes Leben ſich ſchon ſo lange durch die Wolken der Sorge hin⸗ durchrang. Ich ſah, daß in ſeinem Fall die Freude nur ein Mittel zum Zweck geweſen war, gleichſam eine Methode des Unterrichts und der Erziehung, und ich fragte mich, ob nicht der Kummer in mir vielleicht dieſelbe Veränderung bewirken ſollte, welche in ihm durch die Freude hervorge⸗ bracht worden. Ich empfand, daß keine Sorge und kein Leid dem Menſchen zwecklos auferlegt werden; ich wußte,