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mich verheirathete, verſtand ich nie, was die Ehe wirklich ſei, bis ich Lily kennen lernte— ich bin Dir viel Dank ſchuldig, daß Du mich ihr zugeführt haſt— weißt Du, an jenem Morgen in Seanook?“
„Ganz genau.“
„Nun wohl!, bis ich Lily kennen lernte, verſtand ich nie,
was ein gutes, ſchönes, zärtliches Weib wirklich ſei; wogegen
Du oft die Ehe mit dem vollen Verſtändniß ihrer höchſten
3 Bedeutung, ihrer Zwecke und Erfolge ſchilderteſt. Auch habe
ich Dich über die beſten Frauen ſprechen hören,— aus innerer Anſchauung— es muß innere Anſchauung geweſen ſein— gerade ſo wie ich ſie in der Erfahrung gefunden habe. Du ſagteſt vorher und wußteſt vorher, was ich erſt durch die Erfahrung entdeckt habe. Theure Lily! Du Mondlicht meines Erdenſeins! Ich frage mich zuweilen, Grey, ob ſie mich ſo zu lieben vermag, wie ich ſie liebe!“— „Warum nicht, Fritz? Verlaß Dich darauf, ſie liebt Dich ſelbſt noch inniger, als Du ſie liebſt. Was iſt der
Morndſchein auf der Erde gegen den Erdſchein auf dem Monde?“
„Um auf ein altes Thema zurückzukommen, Grey“, begann Fritz wieder traurig,„ich kann Dir meinen Zorn und meine Verachtung gegen mein eigenes früheres Selbſt nicht ausdrücken, wenn ich daran denke, je überhaupt mit


