Teil eines Werkes 
2. Th. (1860)
Entstehung
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Nachdem ich das einmal erfahren habe, möchte ich kein Junggeſelle wieder werden— um— um— um—“

„Um was?“ fragte ich.

„Ich kann im Augenblick keinen hinlänglich ſtarken Vergleich finden“, ſagte er;„aber ich werde gelegentlich darüber nachdenken, und es Dir ſpäter einmal ſagen.“

Ich wartete, um ihm Zeit zur Inſpiration zu laſſen; aber es ſchien ihm kein paſſender Vergleich einzufallen. Er grü⸗ belte während einiger Minuten und ſeine Stimmung wurde ernſter und inniger.

„Du kannſt Dir nicht vorſtellen, Grey,— das heißt, ich glaube Du kannſt es nicht— was es heißt, mit einer Frau verheirathet zu ſein, die Du achteſt, liebſt und ver⸗ ehrſt. Und doch, ich weiß nicht; einige Menſchen ſcheinen in ihrem Geiſt die Macht zu haben, in der bloßen Idee Dinge zu ihrem Eigenthum zu machen, welche Andere erſt thatſächlich beſitzen müſſen, um ſie zu verſtehen. Das iſt Phantaſie, nicht wahr?“

„Ja“, erwiderte ich,„die Macht, von der Du ſprichſt, iſt die Phantaſie; aber ich fürchte, ich habe nicht viel davon. Von der wenigen, die ich beſaß, iſt mir noch weniger ge⸗ blieben. Der„geſtaltende Geiſt der Phantaſie iſt ſehr in mir abgeſtumpft.“

„Gut denn“, entgegnete Fritz,„ich weiß nur, ehe ich Die drei Pfade. II. 13