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Frauen verkehrt zu haben, gegen die unſere höchſte Em⸗ pfindung Mitleid, und unſere zärtlichſte, Bedauern ſein ſollte. Ich kann mich“ fügte er eifrigſt hinzu,„nicht mit dem heißen Blut und den verblendeten Sinnen der Jugend ent⸗ ſchuldigen. Ich kann ſolche Niedrigkeit und Verblendung kaum verſtehen. Hätte ich damals gewußt, was ich jetzt weiß.—“
„Darin liegt viel von dem Geheimniß, Fritz, glaube mir. Mangel an Geduld iſt Mangel an Glauben. In unſerem unvollkommenen Zuſtand, wo die Natur mit der Gnade ſtreitet, wird ein Irrthum durch den andern geheilt. Wir ringen uns durch den Moraſt der Unwiſſenheit zu den Ufern der Erkenntniß, und bemühen uns ſo lange, und ſo ſehr den Schmutz des Pfades fortzuſchaffen, daß unſer weiterer Weg erſchwert und verhindert wird. Hoffnungslos iſt nur der, welcher in den Sumpf zurück geräth, nachdem er das Ufer ſchon erreicht hatte. Es iſt ein ſchöner Aus⸗ ſpruch von Sir Thomas Overbury, daß von allen Guten Diejenigen die beſten ſind, welche am klarſten wiſſen, warum ſie es ſind:“
„Reinheit“, fing Fritz wieder an, der noch immer mit ſeiner Gedankenverbindung und mit dem Bilde ſeiner Frau beſchäftigt war,„Reinheit— ein Wort. Es war für mich nur ein Wort, wenn auch immerhin ein ſchönes. Aber
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