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ſie ſelbſt weiß es auch, aber ſie ſucht es vor denen zu ver⸗ bergen, die ſie liebt. Fritz und ſeine Frau ſcheinen es nicht zu ſehen, oder es erſchreckt ſie ſo, daß ſie die Idee in ihrem Geiſt nicht aufkommen laſſen mögen. Nicht nur ihre phy⸗ ſiſche Lebenskraft iſt im Abnehmen, auch der Geiſt der ſanften Dame ſcheint ſeine ſcharfe Auffaſſung der Welt und
der Dinge dieſer Welt zu verlieren. In ihrer Zärtlichkeit iſt ſie ſo innig wie je; aber ich fürchte, noch ehe viele Jahre vergehen, wird am Kamin ein leerer Platz ſein, ein Platz, auf den die Ueberlebenden mit tiefer Verehrung und Be⸗ trübniß blicken werden. Die Hülle, welche die Knospen ihrer Liebe umſchloß, wird verwelken und verweſen; aber unter den Engeln des Himmels wird Freude ſein über die Ankunft eines ſeligen Geiſtes, deſſe Hochzeitstag erſt im Tode anbrechen ſoll. Und auf der Erde wird Trauer ſein, denn Alle, die ſie zurückläßt, werden erſt bei dem Verluſt ihren ganzen Werth erkennen, deſſen ſie nun für alle Zeit beraubt ſind.
Noch einmal und zum letzten Mal, ehe die letzten der vorgeführten Perſonen im Schatten verſchwinden, lade ich meinen Leſer ein, bei einem der vielen Beſuche gegenwärtig zu ſein, die ich fortdauernd von Fritz empfange. Seine Ehe hatte unſere vertraute Freundſchaft in keiner Weiſe unterbrochen. Ich hatte meinen Freund nicht verloren.


