Teil eines Werkes 
2. Th. (1860)
Entstehung
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lebt beſtändig bei ihnen, obwohl in einer beſondern Reihe von Zimmern; denn ihre Wohnung iſt jetzt groß genug, um eine ſolche Einrichtung zu geſtatten. Fritz macht zuweilen die Bemerkung, daß ſie keine„Schwiegermutter“ ſei, und bricht dann ſeinen Scherz plötzlich ab, als ob der Gegenſtand ein zu heiliger wäre, und fügt dafür einige Worte wirklicher

Zuneigung und Achtung für die liebe, ſanfte Dame hinzu.

Fritz iſt jetzt ein reicher Mann. Mr. Hylton ſtarb ziemlich plötzlich und hinterließ ſein ganzes Beſitzthum ſeinem Neffen. So lange wir jung ſind, ſcheint es uns, als ob die ältere Generation unſrer Verwandten gleichſam als Thürme oder Berge zwiſchen uns und dem Tode ſtände. Aber Einer nach dem Andern fallen ſie, und wir ſehen zuletzt nur noch eine ebene Fläche vor uns, welche ſich bald in den Nebel der grauen Schatten hinabzuneigen beginnt. Wir ſelbſt werden nun jene Generation; wir verlieren das Ge⸗ fühl der Jugend und fühlen uns als Männer. Dann er⸗ ſcheinen wir uns wehr⸗ und ſchutzlos, und am Mittag des Mannesalters ſteht kein menſchliches Weſen, nur Gott allein noch, zwiſchen unſerm ſterblichen Leben und dem Tode.

Fritz hatte ſeinen freundlichen alten Onkel wirklich ge⸗ liebt und betrauerte ihn aufrichtig. Aber die Plötzlichkeit dieſes unvorhergeſehenen Verluſtes, der Anblick des gefallenen Pfeilers, der ſich nie mehr erheben ſollte, wirkte reinigend