verändert, daß es mich in meinem Gefühlszuſtand hart an⸗ kam, ihn anzublicken und gegen ihn zu handeln wie früher.
Mit mir ſelbſt noch ringend, hörte ich auf ſeine Worte:
„O, Grey, mein lieber alter Freund, wünſche mir Glück— wünſche mir Glück! Ich bin ſo froh— o ſo froh! Ich habe Lily meine Liebe geſtanden— ich liebte ſie ſeit dem erſten Augenblick, wo ich ſie ſah; ich hätte es Dir ſo gern zuerſt erzählt, aber Du ſchienſt mir ſeither ſo ſchweigſam und zerſtreut. Ich wagte es dieſen Abend, ihr meine Liebe zu bekennen,— der Guten, Reinen, Holden— und o, Grey!— ich denke, ſie liebt auch mich! Stelle Dir es vor! Ich bin halb toll vor Glück! Eben erſt habe ich das Haus verlaſſen; ich konnte mir nicht helfen, ich mußte fortſtürmen, Dir Alles zu erzählen. Ich weiß, mein lieber alter Freund, daß Du meine Wonne mit empfindeſt!“ Er ergriff meine Hand und ich ſah mich nach ihm um. War da irgend etwas in meinem Geſicht— ich weiß es nicht, aber er fuhr zurück.„Mein Gott, Grey, wie übel ſiehſt Du aus— Du ſiehſt um zehn Jahre älter aus, als da ich Dich dieſen Abend zuletzt ſah! Was fehlt Dir? Laß mich einen Arzt holen; komm' nach Hauſe— was kann ich für Dich thun, mein lieber, lieber Junge?“
„Fritz“, ſagte ich, nich danke für Deine Freundlichkeit. Zuerſt laß mich Dir Glück wünſchen— ich wünſche es Dir


