Teil eines Werkes 
2. Th. (1860)
Entstehung
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ſich ſilbern über die See. Und dann ging über den breiten, hellen Schimmer, der auf den ruheloſen Wogen zitterte, langſam ein großes Schiff hinweg, mit ſeinen weiten Segeln und ſeinem mächtigen Rumpf eine ſchwarze, ſchat⸗ tenhafte Maſſe, wie das Phantom eines Fahrzeugs. Der Seewind war mild, warm und ſchwellend, wie die ſanften Seufzer träumender jugendlicher Leidenſchaft. Die Ebbe ließ den braunen gerippten Seeſand zurück, feucht und funkelnd im Mondlicht, welches oben an dem Zollwacht⸗ gebäude hoch über der luftigen Klippe und an den unregel⸗ mäßig zerſtreuten Häuſern des ſchlafenden Dorfes weiß glitzerte, während jedes Wölkchen, jeder fleckenloſe Stern heller in dem reinen und geweihten Lichte ſtrahlte. Die ganze Nacht verlor etwas von ihrem Schweigen, ihrer Stille, als alle Dinge ſich in dieſem feierlichen Glanze badeten. Ich blickte um mich und aufwärts. Wenn wir von der Oberfläche dieſes unſeres Planeten über die irdiſche Atmoſphäre hinaus in den unendlichen Raum blicken, wenn wir in dem großen Tempel der Nacht ſtehen und ihren feierlich heiligen Einfluß fühlen, dann erweitert ſich unſer Sinn, ſprengt die Grenzen unſeres einheitlichen Selbſt und taucht überwältigt in das weite Ganze des Univerſums. Und als ich auf dieſe Sterne ſah dieſelben Sterne heute noch, wie damals, als der Chaldäer in ſeiner Sternen⸗