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mehr! Und dann ſchrak ich zuſammen, wie ein Menſch, der niederblickt und eine Schlange um ſeinen Fuß geſchlun⸗ gen ſieht, vor der Niedrigkeit meiner Geſinnung gegen ihn. Ich ſchüttelte den ſchwarzen Tropfen ab von meinem wunden Herzen und ließ ſeiner edeln Natur Gerechtigkeit widerfahren. In einer jener Gefühlsebben, die in Augenblicken hoher Erregung gewöhnlich ſind, erkannte ich vollkommen an, daß das Unrecht, was er mir that, wenigſtens unbewußt war; ich wiederholte mir ſelbſt, daß er meine Liebe zu Lily nie gekannt hatte, und ich ſprach ſein großmüthiges, männliches Herz von jedem Verrath, von jener Niedrigkeit frei. Als ich Fritz wieder im wahren Lichte erblickte, geſtand ich mir ſelbſt,— obwohl ungern und mit bitterm Schmerz,— wie würdig er ihrer war— wie viel würdiger als ich— ausgenommen in der Innigkeit meiner Liebe, die, wie ich glaubte und wie ich noch glaube, kein Anderer übertreffen konnte. Auch gab ich zu, daß die Urſachen, die meine Zunge ſo lange gebunden hatten, noch immer in Kraft ſtanden. Ich war noch immer arm, noch immer hoffnungslos. Ich hatte kein Recht, noch ein andres Leben mit den Schatten zu verdunkeln, die mein eignes umwölkten. Dies Gefühl erleichterte zwar nicht meinen Gram, aber es lenkte ihn in eine andre Bahn. Ich konnte nicht länger ein bittres Gefühl gegen meinen alten lieben Freund hegen. Ich be⸗


