Teil eines Werkes 
2. Th. (1860)
Entstehung
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dies Fühlen war eine einzige, wilde, ſchmerzende, raſende Angſt. Ich ſetzte mich nieder auf einen Felſen, zu meinen Füßen rieſelnd den milchigen Schaum; und mein Geſicht in den Händen begraben, verſuchte ich zu denken, nachzu⸗ denken, was ich thun ſollte. Thun? bei der bloßen Idee des Thuns, einer Idee, welche eine unbeſtimmte, nebel⸗ hafte Form annahm, die ſich aus dem ſiedenden Chaos meines Gemüths zu geſtalten ſtrebte, konnte ich nicht länger ſtill ſitzen, ſondern ſprang wieder auf und begann von Neuem mein haſtiges Auf⸗ und Niederſchreiten auf dem goldigen Sand. Dann zuckte ein Blitz durch den Sturm meines Denkens, und ein jäher Entſchluß zu einer verzweifelten That ich weiß nicht welcher ſtachelte meine unruhige Phantaſie und unterdrückte ſogar für den Augenblick die Empfindung unausſprechlicher Pein. Sollte ich mich zahm einem ſo großen Verluſt, einem ſo großen Unrecht unterwerfen? Sollte ich daſtehen und das einzige Weib, deren Liebe meine Erde in ein Paradies verwandeln konnte, mir, ohne ein Wort zu reden, ohne, wenn es ſein müßte, einen Schlag zu führen, durch einen Andern entriſſen ſehen? Nein, ich wollte zu ihr gehen und ihr Alles ſagen, Alles; mein über⸗ volles Herz in Leidenſchaft und Zärtlichkeit ausſchütten. Und als ich Alles bedacht, was ich ſagen konnte,ſchlugen feurige Flügel aus meiner Seele; in der eingebildeten