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Freundlichkeit zu mir hingezogen fühlte, war mir unaus⸗ ſprechlich ſüß. Und doch hatte ich keinen deutlichen Vor⸗ ſatz, keinen klar beſtimmten Plan für mein Handeln. Ich beſchloß nicht einmal, meine Leidenſchaft zu erklären, ſondern lebte weiter in dem Rauſche meines Freudentraumes, zu⸗ frieden damit, ihr immer nahe zu ſein, ſie beſtändig zu ſehen, mit ihr zu ſprechen, über ſie zu wachen und mein ganzes Weſen in einer unausgeſprochnen Zärtlichkeit hinſchmelzen zu laſſen. Ich hoffte nicht etwa viel; ich blickte nicht weit hinaus in die Zukunft. Ich lebte nur in der zauberiſchen Stunde. Ich dachte auch nicht viel; ich wagte nicht, die Vernunft zu befragen. Ich fühlte nur, und mein Herz, nein meine ganze Seele zerfloß in einen unbeſtimmten, träumeriſchen Wonnerauſch, welcher alle Dinge mit dem duftigen, leuchtend heißen Nebel der Liebe umwob, der ſich ſelbſt ganz und gar dem ſüßen Wahnſinn des Augenblicks überließ und der das Denken floh, damit der Gedanke nicht den himmliſchen Zauber des Empfindens zerſtöre. Und dieſes Gefühl durchglühte die ganze ſelige Luft, verſchönerte die ganze liebliche Scene. Die Natur erſchien mir immer reizender und ward mir immer theurer. Ich ſah den
Abglanz ihres Bildes in allen Dingen; ſie war bei mir im friſchen Morgenlicht, im Feuer des Mittags, im reichen, einſchläfernden Schimmer des Nachmittags, in dem zarten
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