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Gründe, um meine Liebe zu verſchweigen; aber ach! welche Gründe ſind ſtark genug, den Geiſt zu erſticken, den mäch⸗ tigen Drang, der uns ſagt, daß wir lieben müſſen, in Wohl oder Wehe?
Und ſo ward in dieſer hellen Feſtzeit, an dieſem lieb⸗ lichen Ort, den des Sommers goldner Glanz verſchönte, meine Liebe von Tag zu Tage tiefer, ſtärker, zärtlicher. Ich war in meinen ſtillen Traum verſunken und das Leben, wie verklärt in dieſer ſanften, milden Luft, ſchwamm und ſchwebte um mich, an mir vorüber, und ich ſchlummerte unachtſam weiter.
Fritz's Bewunderung war glühend und unverſtellt, wie ſeine ganze Natur. Mir ſchien es natürlich, daß er ſo bewunderte; ich hatte ihn, ſcheinbar, und wie ich glaubte, oft eben ſo warme Bewunderung zollen ſehen, und hatte eben ſo oft geſehen, daß ſein flüchtiges Gefühl, wenn es die Höhe dieſer Bewunderung erreicht hatte, von ſelbſt zu⸗ rückwich und ſich anderen Gegenſtänden zuwandte. Er ſchien meine Zerſtreuung nicht zu bemerken, und ich hörte auf, ſein Gefühl zu analyſtren oder ſein Benehmen zu beobachten. Wir waren ſo freundſchaftlich, wie immer, und ſtanden uns unbewußt doch ferner als je. Es war weniger offenes Vertrauen zwiſchen uns, und doch ahnte
Keiner etwas Ungewöhnliches im Andern. Er ſah, ſo


