Teil eines Werkes 
1. Th. (1860)
Entstehung
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fühle es noch jetzt, wie tief ſie war unwiderſtehlich einen Ausdruck gefordert und gewaltſam aus innerem Drange zur Erklärung und zum Geſtändniß geführt haben. Wenn ihre Zeit gekommen iſt, zerreißt die Goldfliegeden Schleier ihrer alten Hülle und fliegt mitden glänzenden Schildchen ihres Saphirpanzers alslebendiger Lichtblitz über Zaun und Weide, über Teich und Feld. So bricht aus der dunkeln Hülle ihres Grabes die junge Liebé als ſtrahlendes Weſen hervor und ſchwingt ſich auf hellen und ſchimmernden Flügeln ſelig und ſtolz dahin über Land und Meer, über Leben und Zeit. Aber dies iſt nur die Ent⸗ wickelung der Liebe in einer Natur, welche natürlich ge⸗ blieben iſt. In einer Natur, die durch Froſt erſtarrt und von dem Upasbaum beſchattet worden, iſt jene Hülle ſchwer zu durchbrechen, jener Schleier ſchwer abzulöſen.

Deshalb blieb meine Liebe für die ſchöne, theure Lily woher nehm' ich Worte zu ſagen, wie unendlich lieb ſie mir war! unausgeſprochen und in meinem Innern ver⸗ ſchloſſen. Neben dem unglücklichen Zufall meiner elenden Carridre drückte mich auch noch das Gefühl der Armuth, der Scheu, der Hoffnungsloſigkeit, die Angſt, eine ſo un⸗ glückſelige Leidenſchaft zu enthüllen, die Furcht, den holden Schmetterling bei ſeinem erſten Niederflattern aus dem Paradieſe auf eine ſo düſtere Blume herabzuziehen. Triftige