Teil eines Werkes 
1. Th. (1860)
Entstehung
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Heiterkeit ihrer ſchönen und glücklichen Natur. Schon der bloße Anblick ihrer reinen, freudevollen Jugend wälzte den ſchweren Stein ab, der auf meinem Herzen laſtete, ſchon die bloße Gegenwart ihres warmen, hoffnungsreichen Geiſtes flößte dem meinigen neues Leben und neue Kraft ein. Fritz's Sorgen waren alle nur oberflächlich geweſen; er hatte ſo viel Glückliches erfahren, ſo viele Freuden gekoſtet, daß ihm der volle Glanz ſeiner hellen, unbewölkten Jugend blieb, und wenn er das Glück vor ſich ſah, ob vielleicht auch auf der ſteilen Höhe eines fernen Gebirges, ſo lieh die Hoffnung ſeinem Geiſte Flügel, ſich über die dazwiſchen liegende Kluft hinwegzuſchwingen und jedes drohende Hinder⸗ niß zu überwinden.

So exiſtirte zwiſchen Fritz und Lily ein ſtarkes Band natürlicher Sympathie; und als wir an jenem ſchönen Sommermorgen an der Bucht ſaßen, entdeckte ich, daß ich ihn faſt um jene Eigenſchaften beneidete, in denen eine ſo natürliche und augenſcheinliche Anziehungskraft für ihr Denken und Fühlen lag.

Als ſie ſich in eine Unterhaltung vertieften, wandte ich mich ab und ſprach mit Miß Weſton. Ich theile ganz Jean Paul's Achtung für alte Jungfern. Oft haben ſie ihre Tugend bewahrt, weil ſie keine Liebe fanden, die hoch genug war, ihrem Ideal zu genügen; oder ſie leben in