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ernſten und trüben Denken abging. Er hatte immer im Sonnenſchein gelebt, während ich im Schatten ſchmachtete. Seine Auffaſſung des Lebens war kräftig und geſund, und ſein Geiſt erhob ſich elaſtiſch und lebendig im Momente des Glücks oder in der Hoffnung darauf, wogegen der meine, durch manche Enttäuſchung eingeſchüchtert und durch lange Sorgen unterdrückt, zitternd jeden erfolgreichen Ausgang bezweifelte und ſich mit einem ungläubigen Seufzer von jeder ſegenverheißenden Erwartung abwandte. Im Alter von dreizehn Jahren in's Leben hinausgeſtoßen, zu jung noch, um mir eine eigene Laufbahn zu wählen, war ich an eine Arbeit gefeſſelt worden, die meinem Gefühle gänzlich widerſtand und meinen Fähigkeiten in keiner Weiſe ange⸗ meſſen war, an eine Beſchäftigung, die all' meine Be⸗ ſtrebungen ertödtete und jede höhere Tendenz erſtickte. Ohne Hülfe mußte ich mich auf der rauhen, harten Bahn vorwärts mühen, für die jede Anlage meiner Natur mich untauglich machte; erſchöpft, abgehetzt durch hoffnungsloſen Kampf und durch die jahrelange Berührung mit dem, was mir für eine Erniedrigung galt, war ich von Sorgen verzehrt, war ich muthlos, ängſtlich, ſcheu geworden. Meine Nerven waren gänzlich abgeſpannt, und meine Lebenskraft wankend und geſchwächt. Als ich Lily zuerſt ſah, glaub' ich, entzückte mich nichts ſo ſehr, als die Friſche, die Jugendblüthe und


