Teil eines Werkes 
1. Th. (1860)
Entstehung
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Ausgang vertrauensvoll dem Himmel zu überlaſſen? Und dann wieder fühlte ich die große, große Gewalt der Liebe, fühlte, daß die Liebe die Saite der Selbſtſucht zerriß, und daß es recht war, mit der Gewißheit hoffnungsloſer Armuth vor mir, allein zu leiden und zu tragen, und daß das höchſte Opfer der Liebe die Liebe ſelber ſei. Und doch und doch Nein! laſſet uns das Glück, das wir beſitzen, mit Anderen theilen, aber laſſet uns um die uneigennützige Kraft beten, die Sorgen allein zu tragen. Laſſet uns nicht ein anderes und ſchöneres Leben den Leiden ausſetzen, die ſo ſchwer auf unſerm eignen wuchten!

An der See iſt es nicht nöthig, förmliche Verabredun⸗ gen zu treffen; man iſt ſicher, Leuten zu begegnen, be⸗ ſonders wenn man es wünſcht. Nachdem wir gebadet und geraucht hatten, zögerten Fritz und ich, wie durch eine ſtill⸗ ſchweigende Uebereinkunft, noch in der Nähe der Bucht und begegneten ſogleich Miß Weſton und Lily. O, wie ſchön ſah die letztere im Glanze des ſonnigen Morgens aus! Sie ſetzten ſich unter den Schatten eines alten, morſchen Bootes und fingen an, zu arbeiten und zu leſen, oder viel⸗ mehr nicht zu leſen, ſondern mit dem Buch in der Hand zu hören und zu plaudern.

Fritz war in der aufgeweckteſten Laune und es gelang ihm bald, eine lebhafte Unterhaltung anzuregen. Der