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uns zu ihr hinzieht, zu ihr allein? Nicht die Sinne fordern es, ſondern die Idee, daß die Frau ſchön ſei, denn Schön⸗ heit iſt ihr unterſcheidendes Merkmal, und ein Weib iſt nur halb Weib, wenn ſie dieſer idealen Anforderung nicht entſpricht. Andre Frauen mögen eben ſo ſchön ſein, wie die eine, welche unſre Zärtlichkeit ſo wild umſchlingt, dennoch mangelt ihnen für unſer Herz eine unſichtbare An⸗ muth, für unſre Phantaſie ein nicht zu nennender Zauber. In der einen, die wir lieben, ſcheint ſchon das Niederſchlagen des Auges, die Wendung des Kopfes, die Flechten oder Locken des Haars, die Bildung der ganzen Geſtalt, die Hand— „— die das Herz durchzückt in der Jugend, Und das Lager glättet im Alter“;
der Ton der Stimme und der Ausdruck des ganzen Weſens, kurz Alles wie geſchaffen, unſerm Verlangen zu entſprechen und unſre Phantaſie in Feſſeln zu ſchlagen. Göttliche Illuſion! wir ſuchen das Geheimniß des Zaubers zu löſen, und unſer Denken ſtößt an die Grenzen eines Myſteriums!
Ich vergaß meine unerbittliche Braut, die Pflicht; ich zitterte in hoher, wonniger Traumſeligkeit, in der Gluth des Morgens und der Liebe. Leider, leider, war ich beſtimmt, arm zu ſein; ich fühlte, daß ich es immer bleiben würde, und doch, war es gewiß, daß ich immer namenlos bleiben


