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das immer gegenwärtige Bild, das zwiſchen unſrer Phantaſie und dem Himmel, zwiſchen der Seite des Buches und unſern Gedanken ſchwebt,— die ſchlagenden Pulſe, die glühende Wange und das klopfende Herz— die herrlichen Phantaſiegebilde, die von einer traumähnlichen Glückſeligkeit ſtrahlen,— die feenhaften Erſcheinungen einer Zukunft, die bis zur fernſten Grenze des Lebens von Freude verklärt iſt,— die ſüßen, ſüßen Bilder einer Heimath voll glücklicher Liebe,— die innige und doch zagende Hoffnung,— und dann der Schmerz, die Angſt, die Zweifel der Furcht, des Mißtrauens, der Eiferſucht,— die Ueberfülle der Erregung, die tiefe Empfindung der Schönheit, das ſtolze und doch ſo demüthige Gefühl, die Erhebung der ganzen Natur— wer, frage ich, der je die erſte Liebe der Jugend empfand, würde nicht mit mir fühlen an jenem ſchönen Morgen? Und wer ſo empfand, wird ſich erinnern und „—— wieder glühn in Leidenſchaft, In Hoffnung lächeln und in Schmerz vergehn“,
wird ſich erinnern, wie ich, noch in ſpäten Jahren, wenn ſich auf alle Gefühle eine todte Erſtarrung und eiſige Kälte gelegt hat, die hervorging... doch ich will mir nicht vor⸗ greifen.— Was iſt das für ein ſeltſam zauberiſcher Einfluß, der mesmeriſch dem Weibe entſtrömt, das wir lieben? Worin beſteht der geheimnißvolle und beſondere Reiz, der


