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hätte anwenden müſſen; daß ich die Hoffnung in die Skla⸗
verei der Verzweiflung verkauft habe, und daß ich nun nie ſo diel Glück und Sonnenſchein in der Welt gewinnen ſolle, um ein andres und theures Leben an das meine zu knüpfen. Sie befahl mir, des Lebens Blume von andern Händen, als den meinen pflücken zu laſſen; ſie mahnte mich — und ich dantkte ihr trotz meines ſtechenden Schmerzes für die Warnnng, denn ſie ſprach mit der Stimme der Ehre,— die Blumen ungepflückt zu laſſen, die in meiner Hand nur welken müßten. Und dann legte ich mir ſelbſt die quälende Frage vor, ob ich Unrecht gethan, dem Impuls der ſüßen Stunde nachzugeben und mich in die berauſchende Wonne ihrer Gegenwart und ihres Zaubers zu vertiefen? Hätte ich es nicht entſchloſſen verweigern ſollen,„die Bande des Schmerzes von Neuem zu knüpfen“, die Ehre zu gefährden und die Pflicht auf's Spiel zu ſetzen, indem ich ſie mitten in den Zauberkreis ſolcher Schönheit und Liebe ſtellte? Es mochte Unrecht nnd ſchwach geweſen ſein; aber wie konnte ich es ändern? Ein Troſt blieb mir ja noch— die Geliebte wußte wenigſtens nichts von meiner Liebe.
Ich wandte mich um, aufgeſchreckt durch ein Geräuſch in dem ſtillen, dunkeln Zimmer, und Fritz ſtand neben mir. Auch er ſchien ſchlaflos zu ſein; auch auf ihm lag


