Teil eines Werkes 
1. Th. (1860)
Entstehung
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drückte die Aufwallung meines Gefühls, welches vielleicht mit FreudenJa geantwortet hätte. Durfte ich Lily lieben? Das leidenſchaftliche Herz des Mannes wiederholte ſein ſtolzesJa; aber über die ſtraff geſpannten Saiten des Herzens zitterte, als das Gewiſſen ſie berührte, mit leiſem, ſchmerzlichem Ruf eine Aeoliſche Klage, die, als ſie dahinſtarb, Worte hinterließ, wie die zurücktretende Welle Seegräſer auf der Bucht. Dieſe Stimme des Nachtwindes ſagte mir, daß ich lieben möge, allerdings, aber daß ich nie wagen dürfe, ein Wort der Hoffnung auf Gegenliebe zu träumen. Und dann, durch das Gewiſſen heraufbe⸗ ſchworen, kam meine andre Braut, die bleiche Pflicht. Da ſtand ſie, ein weißlich grauer, nebelhafter, geſpenſtiſcher Schatten, eine unbeſtimmte und undeutliche Geſtalt, heller nur als das Dunkel ringsumher; ſie blickte ſtarr mit kalten verſteinerten Augen; ſie ſprach und ſagte in hartem, mit⸗ leidsloſem Ton, daß ich niemals von ihrer Seite weichen dürfe und doch bei ihr nie des Lebens Preiſe oder ſeine ſüßeſten Freuden gewinnen ſolle. Sie ſagte mir, daß ich mich im Leben verrechnet habe; daß es mir an dem feſten Ernſt des Willens gefehlt, der allein mein Schickſal hätte ändern und ſo geſtalten können, um es in Einklang mit meinem Streben zu bringen; daß ich mich der trüben hoffnungs⸗

loſen Apathie hingegeben, wo ich die angeſtrengteſte Energie