war er ſehr neugierig zu erfahren, bei wem ich ihn ein⸗ führen würde. Ich war ſanft gegen ihn, aber ſehr feſt, und verweigerte jede Erklärung. Als wir uns dem Hauſe näherten, verfiel ich in eine ſchweigſame, contemplative Stim⸗ mung, die auch ſeiner Geſchwätzigkeit Einhalt that, und als wir auf den Stufen der„Roſe⸗Cotage“ ſtanden, war ich zu tief in meinen Gedanken verſunken, um noch darauf zu achten, ob er ſprach oder nicht.
Wir traten in das Zimmer, wo die Damen uns er⸗ warteten. Der Bruder der Miß Weſton, ein geſetzter Mann ohne jede Individualität oder hervorſtechenden Charakter— ein menſchlicher Strohmann— war im phyſiſchen Sinn, gleichfalls anweſend. Ich kannte ihn ſchon lange. Nach⸗ dem die Ceremonie der Vorſtellung pflichtmäßig vollzogen war und die ungewöhnlichen ſteifen, förmlichen, unum⸗ gänglichen Bemerkungen, mit denen die Unterhaltung be⸗ ginnt, durchgemacht waren, begann ich, den Tempel und ſeine Göttinnen in's Auge zu faſſen. Meine Gewohnheiten als Menſchenforſcher ſind im Lauf der Jahre ſo mit mir verwachſen, daß es ſelbſt einer heftigen Aufregung nicht gelingt, meine Neigung zum Beobachten ganz zu unter⸗ drücken, obwohl ich dieſer Gewohnheit zuweilen nur ganz mechaniſch nachhänge. Jedes Ding in dem kleinen Zimmer bekundete auf's Deutlichſte den verfeinerten Geſchmack reiner
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