— 153—
in meinen verwirrten Gedanken erwachte; ich ſchützte die Geſellſchaft eines Freundes vor, eines lieben alten Freundes, und die Nothwendigkeit, bei ihm zu bleiben. Indem ich dies ſagte, warf ich einen Blick auf die anſtoßenden Klippen, wo der Freund dem bloßen Auge deutlich ſichtbar war. Er lag auf dem Bauch und las, den Kopf auf den Arm geſtützt, in Shakspeare's Sonetten. Er war in dem äußer⸗ ſten Junggeſellen⸗Strand-Morgen⸗déshabillé, und ich fürchtete halb und halb, daß ſeine Erſcheinung ungünſtig auf die Damen wirken könne. Aber ich irrte mich. Fritz war einer der Männer, welche trotz jeder Nachläſigkeit im Anzuge unzweifelhaft den Gentleman erkennen laſſen; und die Damen hatten uns außerdem, obwohl ich es zur Zeit nicht erfuhr, ſchon geſehen, ehe ich ihnen begegnete, und hatten an ſeiner Erſcheinung großes Wohlgefallen gefunden. Glücklicher Jüngling! geboren, die Freundſchaft des Mannes und die Liebe des Weibes zu gewinnen, war ſein Aeußeres ein Empfehlungsbrief, der Jedermann einen Vorwand wünſchen ließ, ihn näher kennen zu lernen. Seine freie, hohe Stirn und die Anmuth jugendlicher Männlichkeit, ſein offener Frohſinn und ſeine aufrichtige Freundlichkeit machten, daß alle Frauen, gleichviel, ob vornehm oder gering, ihn nur zu bereitwillig willkommen hießen, ihn, der mit allen äußeren Symbolen ausgeſtattet war, welche den Frauen


