Teil eines Werkes 
1. Th. (1860)
Entstehung
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Sabrina aus der„glänzenden, kalten, durchſichtigen Woge“ das Bild einer Frau, die ich gekannt hatte, die mir einſt, vor langer Zeit, Alles zu ſein ſchien, was das Herz träu⸗ men kann, und die noch immer ein Ideal für meinen Geiſt blieb. Dieſe eine war Lily. Thackeray ſagt ſehr ſchön, wo er von Stella und Vaneſſa ſpricht, daß„die Seiten von Swift's Lebensbuch ſich von ſelbſt bei dieſen ver⸗ witterten Blumen öffneten“, und wenn unſer Herz das Grab einer verſunkenen Blume der Liebe iſt, ſo ſuchen wir vergebens, das Phantom aus unſerer Erinnerung zu bannen; vergebens wächſt das Gras lang und grün über dem Grabe, die Seele erſteht, der Geiſt ſprengt das Grab. Wenn wir im Buche unſeres Lebens zurückſchlagen, öffnet ſich das Blatt weit, auf dem die Inſchrift unſerer Liebe ſteht, und wir halten an vor dieſem Dokument, welches uns daran mahnt, daß es „ſolche Dinge wirklich gab, und daß ſie uns ſo theuer waren.“

Die Leidenſchaft mag zu Aſche niedergebrannt und die Hoffnung unter dem dicken Eiſe der Entſchloſſenheit ertränkt ſein, Zeit und Abweſenheit mögen eine Wunde vernarbt haben; aber dennoch, ein ſo unzerſtörbares Ding iſt eine heilige Liebe, kann kein Funke davon, der einſt leuchtete, je ganz ſterben. Und doch

„Sſſt beſſer, lieben und verlieren, Als daß man Liebe nie gekannt;“