Teil eines Werkes 
1. Th. (1860)
Entstehung
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Gedanken gleichen den Gebäuden einer großen Stadt. Einige ſind niedrige, ſchmutzige Hütten; andere ſtrahlende Schauläden; einige ſind ruhige, obwohl enge Wohnungen; andere ſtattliche Paläſte oder edle öffentliche Gebäude; einige, und zwar die ſeltenſten und höchſten, ſind alles Andre weit überragende, zum Himmel emporſteigende Thürme. Zu unſern beſten Gedanken gehören die, welche ſich mit dem Wohl und den Intereſſen Anderer beſchäftigen. Die Familienbande veredeln Denken und Empfinden, weil ſie daſſelbe von der eignen Perſon abziehen, und die Menſchen für diejenigen denken und empfinden laſſen, welche ihm theurer ſind als das eigene Selbſt. Es iſt für einen Jung⸗ geſellen, der in einer großen Stadt allein lebt, ohne engere und nähere Bande, gut, einen Freund zu haben, der ihm theuer genug iſt, um ſich ſelbſt in dem Gedanken an ihn zu vergeſſen. Solch' ein Freund war mir Fritz, und dieſes Gute hatte ſein Umgang für mich. Als ich in jener Nacht nach Hauſe ging, dachte ich ganz und gar nur an ihn und für ihn. Dieſe Zeit war eine Kriſis für ihn in Bezug auf diejenigen Gefühle, welche ſeinem Leben Geſtalt und Färbung verleihen ſollten. Die Unterhaltung an jenem Abende hatte meine frühere Ueberzeugung hinſichtlich der Phaſe, welche ſein Geiſt jetzt durchmachte, befeſtigt, und mein Intereſſe für ſein inneres Leben und meinen möglichen