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hat ihre Rauhheit, die Schönheit ihre Eitelkeit, der Ver⸗ ſtand ſeinen eiſernen Stolz, das Gefühl ſeine allzuweiche Schwäche. Aber denke die Beiden vereinigt— und welch' ein herrliches Ergebniß! Es iſt ſehr richtig bemerkt worden, daß alle großen und edeln Männer, alle Männer, in deren Natur das Heroiſche und Poetiſche vertreten iſt, viel Weibliches in ihrer zarten und erhabenen Seele beſitzen. Ich habe verſucht, ruhig zu reden, Fritz, alle Rhapſodien und Uebertreibungen zu vermeiden; aber ich fühle und weiß, ich habe Recht in dem, was ich ſage, und ich bin eben ſo gewiß, daß auch Du es eines Tages fühlen und erkennen wirſt. Man kann Korn in jedes Haus tragen, aber nur die Mühle wird es zermalmen. Man kann die Wahrheit Jedermann ſagen, verſtehen aber wird ſie nur der wahrhafte Menſch. Und für die Erkenntniß dieſer Wahrheit appellire ich von dem trunkenen Philipp an den nüchternen— von dem kurzſichtigen Miſogyn an das edlere beſſere Selbſt Fritz Charlton's!“
Fritz war während dieſer etwas langen, obwohl ſehr unvollkommenen Auseinanderſetzung meines Glaubens ganz ſtill geweſen. Wahrſcheinlich, als die Erinnerung an ſein eigenes früheres Ideal durch den Nebel ſeiner ſpätern Ent⸗ täuſchungen hervortauchte, ſeufzte er und wurde dann ruhiger und natürlicher. Der Ton des Spottes und der Bitterkeit


