ſich endlich genöthigt ſehen würde, das Land zu verlaſſen, denn
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ſtrömte, beträchtliche Ankäufe von Ländereien in Independence und der nächſten Umgegend gemacht. Es ward eine allgemeine Nie⸗ derlage gegründet, die man„Gottes Vorrathskammer“ nannte, welche die Gläubigen mit Waaren zu mäßigen Preiſen verſah, während man von denjenigen, die überflüſſiges Eigenthum be⸗ ſaßen, erwartete, daß ſie es zum Vortheile der Geſammtheit darin aufbewahren laſſen würden. Die Secte ward anfänglich mit Freundlichkeit von den gutmüthigen Einwohnern aufgenommen, welche in den neuen Anſtedlern einen Haufen von unſchädlichen Schwärmern ſahen, die ſich zu guten und redlichen Bürgern umbilden laſſen würden, Dieſes Vertrauen aber ſollte nicht lange ſich erhalten, denn ſie fanden bald, daß das Korn in ihren Maisſcheuern wie Schnee vor der Sonne ſchmolz und ihre Schweine, ihre Kühe geheimnißvoll verſchwanden. Die neuen Ankömmlinge hatten ſich überdieß großen Tadel zugezogen wegen ihres unſittlichen Wandels und ihrer Mißachtung der kirchlichen Ehegebräuche.
Sie fuhren indeß fort, ſich nicht durch Bekehrung, ſondern durch Einwanderung bis zu einem beunruhigenden Grade auszu⸗ breiten und zu vermehren, und je mehr ihre Zahl wuchs, deſto drängender und kühner wurden ſie in ihren Anſprüchen. In einem zu Independence unter ihrer unmittelbaren Aufſicht gedruck⸗ ten kleinen Blatte ward Alles geſagt, was Feindſchaft zwiſchen den „Heiligen“ und ihren„weltlich geſtnnten“ Nachbarn hervorrufen konnte, bis ſie endlich durch Ungeſtraftheit ſo dreiſt wurden, daß ſte ſich offen ihres Entſchluſſes rühmten, die einzigen Eigenthü⸗ mer des„Landes Zion“ zu werden, da ihr Prophet eine Offen⸗ barung darüber erhalten hätte.
Die Einwohner ſahen nun ein, daß die Eindringlinge bei ihrer raſchen Zunahme bald im Stande ſein würden, über eine Stimmenmehrheit in der Grafſchaft zu gebieten, und daher die ganze Leitung der öffentlichen Angelegenheiten in ihre Hände fallen müßte. Es lag am Tage, daß eine der beiden Parteien


