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ſtets offenen Markt für den Abſatz ihrer Beute und für den Ankauf von Kriegsbedarf, um ihre Verheerungen fortzuſetzen. Im Jahre 1840 ſah ich von Santa Fe eine anſehnliche Handels⸗ geſellſchaft abgehen, die den Apaches Waffen und eine große Menge Branntwein zuführen wollte, um Maulthiere und andere Beute einzutauſchen, welche die Indianer aus den ſüdlichen Gegen⸗ den weggeführt hatten. Dieſer Handel wurde von den Behörden nicht nur geduldet, ſondern offen begünſtigt, da die höchſten Beamten, den Gouverneur nicht ausgenommen, bei dem Erfolge betheiligt waren.
Die Apaches bieten den Behörden in Chihuahua dann und wann einen Waffenſtillſtand an, der gewöhnlich unter den von ih⸗ nen gemachten Bedingungen angenommen wird. Bei emer ſol⸗ chen Gelegenheit ward einmal veſtgeſetzt, daß den Räubern ein redlich erworbenes Recht auf all ihr geſtohlenes Gut beigelegt werden ſollte. Es wurde von der Regierung verordnet, einer großen Anzahl von Maulthieren und Pferden, welche die Indianer den Bürgern abgenommen hatten, das Venta⸗ oder Verkauf⸗ zeichen aufzubrennen. Es braucht nicht geſagt zu werden, daß dieſe Waffenſtillſtäunde von den ſchlauen Wilden gewöhnlich nur ſo lange gehalten wurden, als ſie Zeit brauchten, ihren Raub abzuſetzen. Brauchten ſie mehr Maulthiere zum Dienſte oder zum Handel, mehr Rinder für ihre Küche, mehr Schädelhäute zum Kriegstanze, ſo gingen ſie unfehlbar wieder zu Raub und Mord über.
Die Räubereien der Apaches haben ſo lange gedauert, daß, außerhalb der nächſten Umgegend der Städte, das ganze Land von Neu⸗Mejico bis an die Gränzen von Durango faſt entvölkert worden iſt. Die Meiereien und Ranchos ſind meiſt verlaſſen, und die Einwohner haben ſich in die Städte zurückgezogen. Die Verwegenheit der Wilden ging ſo weit, daß drei oder vier Krieger ſich am hellen Tage bis auf eine halbe Stunde der Stadt Chi⸗ huahua näherten, die Arbeiter auf dem Felde tödteten und ohne den mindeſten Widerſtand ganze Heerden von Maulthieren und


