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Pferden wegtrieben. Zuweilen läßt man die Räuber von Sol⸗ daten verfolgen, aber wie es ſcheint, nur in der Abſicht, die Schwäche dieſer Kriegsleute darzuthun, da ſie ſich faſt immer eilig zurückziehen, ohne den Feind auch nur geſehen zu haben. Und doch kann man immer in den Spalten der zu Chihuahua erſcheinenden Wochenſchrift glühende Schilderungen von den tapferen Waffenthaten der„Operations⸗Armee“ gegen die„barbaros“ leſen, die da erzählen, wie man den Feind mit dem größten Muthe verfolgt, wie das Kriegsvolk die größte Tapferkeit und ein un⸗ bezwingliches Verlangen gezeigt habe, die Feigen einzuholen, und wie man durch eine außerordentliche Vereinigung ungünſtiger Um⸗ ſtände genöthigt worden ſei, die Verfolgung aufzugeben. Es würde in der That ſchwer ſein, ein muthigeres Volk zu finden, als die Chihuahuenos oder Chihuahuenſes ſich auf dem Papier darzuſtellen wiſſen. Als die Nachricht von dem berühmten Ge⸗ fechte gegen die Franzoſen bei Vera Cruz*), in welchem Santa Ana den Ruhm erwarb, ein Bein zu verlieren, nach Chihuahua kam, wurde das Ereigniß mit gebührenden Freudenbezeigungen gefeiert. Das nächſte Stück des„Noticioso“ enthielt eine tapfere Prahlerei, welche der Welt die erſtaunliche Thatſache verkündete, daß ein Mejicaner es mit vier franzöſiſchen Soldaten in der Schlacht aufnehmen könnte, und ſchloß mit einer„cancion pa- triotica,“ in welcher folgende köſtliche Verſe den Kehrreim bil⸗ deten: 3
Chihunahuenses, la patria gloriosa
Otro timbre ä su lustre ha anadido;
Pues la 1uA10“ 12 Dullu 1upoulnlo
Al valor Mejicano ha cedido.
Das iſt wörtlich:
Chihuahuaner, unſer glorreich Land
Fügt' einen andern Strahl zu ſeinem Glanz, Das unbeſiegte unzähmbare Gallien Erlag dem Muth der Mejicaner.
*) Im December 1838.


