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mens Mac Nees und Monroe, die ſich an einem Flüßchen, das ſeitdem den Namen des Erſteren führt, ſorglos ſchlafen gelegt hatten, wurden im Angeſicht der Karawane, wie man glaubte, mit ihren eignen Flinten grauſam erſchoſſen. Die herbeieilenden Gefährten fanden Mac Nees bereits todt und den Anderen faſt im Sterben. Man trug ihn vierzig Meilen weit nach dem Ci⸗ marron, wo er ſeinen Geiſt aufgab und nach der Sitte der Prairieen begraben wurde.*)
Eben als das Begräbniß beendigt werden ſollte, erſchienen auf der anderen Seite des Cimarron ſechs bis ſieben Indianer. Einige von der Geſellſchaft ſchlugen vor, ſie zu einer Unterred⸗ ung einzuladen, während die Uebrigen, vor Rache glühend, lebhaft den Wunſch ausdrückten, augenblicklich auf ſie zu feuern. Ohne Zweifel aber waren dieſe Indianer an der begangenen Gräuelthat nicht nur unſchuldig, ſondern wußten auch nichts von ihr, denn ſonſt würden ſie kaum gewagt haben, der Karawane ſich zu nähern. Ihr ſcharfes Auge bemerkte bald die kriegeriſche Stell⸗ ung, die Einige der Geſellſchaft annahmen, und ſich umwendend, ergriffen ſte die Flucht. Es fiel ein Schuß, der ein Pferd ver⸗ wundete und den Indianer zu Boden warf, worauf er augen⸗ blicklich von mehren Kugeln durchbohrt wurde. Faſt gleichzeitig folgte ein neues Feuer aus mehren Flinten, das die Uebrigen tödtete oder tödtlich verwundete— nur ein einziger der Wilden entkam, um ſeinem Stamme die Nachricht von der furchtbaren Begebenheit zu bringen.
Dieſe muthwilligen Grauſamkeiten waren für die Ausſichten des Handels von der übelſten Wirkung; denn die Kinder der Wüſte wurden immer feindſeliger gegen die„Weißgeſichter“ und
*) Der Gebrauch iſt kurz und einfach. Man gräbt ein Grab an einer paſſenden Stelle, und der Körper wird ohne Weitläufigkei⸗ ten in den Kleidern, die er eben trägt, während eine Decke die Stelle des Sarges vertritt, der Erde übergeben. Gewöhnlich füllt man dann die Grube mit Steinen und Pfählen aus, als Schutzmittel gegen die gefräßigen Wölfe der Prairieen


