führten noch viele der folgenden Jahre einen grauſamen Krieg gegen ſie. Dieſelbe Geſellſchaft hatte einige Tage ſpäter die Strafe ihrer Unklugheit zu leiden. Sie wurde von den wüthen⸗ den Gefährten der gemordeten Wilden bis zum Arkanſas verfolgt und verlor faſt tauſend Pferde und Maulthiere. Doch hiermit waren die Indianer noch nicht zufrieden. Sie überfielen einen anderen, ungefähr aus zwanzig Mann beſtehenden Zug, der in geringer Entfernung folgte, tödteten einen der Leute und beraub⸗ ten ſie all ihrer Thiere, ſo daß die unglückliche Geſellſchaft nicht nur ſich genöthigt ſah, zu Fuße weiter zu ziehen, ſondern auch ein jeder gegen tauſend Dollars auf ſeinem Rücken bis an den Arkanſas tragen mußte, wo das Geld vergraben wurde, bis man es ſicher nach den Vereinigten Staaten ſchaffen konnte.
Dieſe wiederholten und verwegenen Gewaltthätigkeiten veran⸗ laßten endlich die Kaufleute, die Bundesregierung um eine Be⸗ deckung von Truppen der Vereinigten Staaten zu erſuchen. Die Bitte wurde gewährt, und alsbald erhielt der Major Riley Be⸗ fehl, die Karawane, die im Frühling des Jahres 1829 aufbrach, mit drei Kompagnieen Fußſoldaten und einer Kompagnie Scharf⸗ ſchützen bis zur Chouteau⸗Inſel im Arkanſas zu begleiten. Hier hielt das Geleit, und die Karawane ſetzte allein ihre Reiſe durch die jenſeitigen Sandhügel fort. Sie hatte kaum ſechs bis ſieben Meilen zurückgelegt, als ein furchtbares Ereigniß den Schutz des tapferen Majors und ſeiner trefflichen Soldaten aufs neue wün⸗ ſchenswerth machte. Eine Vorhut von drei Mann, die einige hundert Schritte voraus ritt, war eben abgeſtiegen, um ihren Durſt zu ſtillen, als plötzlich ein Haufe von den Kiawas, dem wildeſten der Stämme, welche die weſtlichen Prairieen beunruhi⸗ gen, hinter den ungeheueren Sandhügeln hervorbrach, die nach allen Richtungen zerſtreut liegen. Die drei Männer ſprangen in ihre Sättel, aber nur zweien, die Pferde hatten, gelang es, die Wagen zu erreichen, der dritte, der unglücklicher Weiſe ein Maulthier ritt, wurde eingeholt, erſchlagen und ſkalpirt, ehe man zu Hilfe kommen konnte. Durch dieſe Dreiſtigkeit der Indianer


