Teil eines Werkes 
1. Th. (1830)
Entstehung
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276 BDasz Geneſunnshaus.

kommen, um ihre Tochter, wie ſie vermeinten, der Gefahr der gluͤhenden Liebe des Englaͤnders zu ent⸗ reißen. Ach, ſie wußten nicht, daß ſie dieſe bloß aus der Naͤhe ſeines entſeelten Koͤrpers entfernen konnten! Das holde Kind ſtuͤrzte in ihre ausgebreiteten Arme, wie Jemand, der ſich vom Tode gerettet fuͤhlt. Sie bedeckten ſie mit Thraͤnen, und tief ergriffen von ih⸗ rem ſichtlich leidenden Zuſtande, baten ſie die Tochter um Vergebung, wie ſtrafbare Kinder vor ihren Ael⸗ tern knien.

Nichts konnte ruͤhrender ſeyn als dieſer Auftritt. Die Tochter umarmte mit thraͤnenſtroͤmender Heftig⸗ keit die reuigen Urheber ihrer Tage und die abſichts⸗ loſe Urſache ihres Elends, deſſen volle Ausdehnung ſie ſelbſt damals noch nicht kannte. Hat ſie es ſeit⸗ dem kennen gelernt? Hat eine minder ſtockende Zunge als die meine denn als ſie nach ihm fragte, wagte ich es nicht die Wahrheit zu geſtehen ſie von ſei⸗ nem Schickſale unterrichtet? Ich muß geſtehen vielleicht aus eigener Schuld, aber gewiß nicht aus Mangel an Mitgefuͤhl daß ich ihre fernere Ge⸗ ſchichte nicht kenne. Zufrieden damit, Zeuge des, wenn auch truͤgeriſchen, Gluͤcks zu ſeyn, deſſen ſie ſich da⸗ mals erfreute, habe ich nachher nicht weiter nach ihrem darauf folgenden Schmerz geforſcht. Noch weniger konnte ich es wagen, mir die Kunde von dem wan⸗ kelmuͤthigen Vergeſſen des Schickſals ihres Geliebten