Teil eines Werkes 
1. Th. (1830)
Entstehung
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Serhstes Itanitel. 275

er etwas mit leiſerm Tone hinzu, von dem ich bloß die letzten Worte auffaſſen konnte, naͤmlich:«die Ver⸗ wandten ſind da, um ſie abzuholen. Nun aber ſich zu mir kehrend, ſagte er:«Kommen Sie, mein Herr! und Sie ſollen die Abreiſe von Jemand ſehen, fuͤr den Sie ſich intereſſiren.

Die dicke Dame war die einzige Perſon, welche mir noch jetzt hier eine beſondere Theilnahme ein⸗ floͤßte, das allgemeine Mitleid abgerechnet, das ich fuͤr alle gezwungene Bewohner dieſes ſchrecklichen Auf⸗ enthalts fuͤhlte. Und doch ſollten die naͤchſten Minu⸗ ten mich uͤberzeugen, daß noch ein Gegenſtand hier vorhanden ſey, der mich mit Staunen und augenblick⸗ licher Freude erfuͤllen koͤnne, die zwar faſt die letztern truͤben Ereigniſſe vergeſſen ließ, aber ſchnell auch wie⸗ der in eine ſchmerzliche Verbindung mit ihnen trat.

Langſam die engen Treppen herab, von der Waͤr⸗ terin geleitet, und aus dem kleinen Portale vorſchrei⸗ tend, trat mir Geſicht und Geſtalt der ſchoͤnen Lei⸗ denden, die ich ſchon in ihrem Grabe glaubte, wie eine Erſcheinung aus beſſern Welten entgegen, ſo daß ich voll Staunen zuruͤck bebte, dem bald Freude und dann wieder jener Schmerz folgte, den ich eben be⸗ ſchrieb. Noch faſt unglaͤubig, war ich jetzt Zeuge des Zuſammenkommens des liebenswuͤrdigen Maͤdchens mit ihren Aeltern, die nach der Aufforderung des verraͤ⸗ theriſchen Gefaͤhrten ihres Geliebten, in Perſon ge⸗