Teil eines Werkes 
1. Th. (1830)
Entstehung
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Serhstes Ntapttel. 277

und ihrer eigenen Leiden zu verſchaffen, welches der Lauf der Jahre doch unſtreitig herbeigefuͤhrt hat; denn ſo ſchoͤn, und leidenſchaftlich liebend und zaͤrtlich ſie auch war, ſo war ſie doch auch nur ein menſchliches Weſen, und wer mag fuͤr den zerſtoͤrenden Einfluß der Zeit ſelbſt auf das treueſte und gefuͤhlvollſte Herz ſtehen?

So ſah ich denn, wie ſie den Schauplatz ſo vie⸗ len Jammers verließ, nicht wiſſend, daß ſie darin einen Gegenſtand des Schreckens zuruͤcklaſſe, mit dem verglichen, alles andere nur Wahn geweſen, und ich habe ſeitdem nichts wieder von ihrem Schickſale ge⸗ hoͤrt. Der verraͤtheriſche Freund ſchien wie vom Don⸗ ner getroffen, als er meines armen Landsmanns Ge⸗ ſchick vernahm. Er that alles, was von ſcheinheiligen Aeußerungen in ſeiner Gewalt war, gleich als wolle er den Schleier anſtaͤndiger Reue uͤber ſeine Treulo⸗ ſigkeit ziehen. So blieb denn ihm das Geſchaͤft, den ungluͤcklichen jungen Mann zu Grabe zu geleiten, und deſſen traurige Geſchichte ſeinen Freunden zu ver⸗ kuͤnden.

Der Leſer wird ſchon gewiß errathen haben, daß es der Leichnam der alten abgelebten Frau war, de⸗ ren Begraͤbniß ich beigewohnt hatte.

Einige Zeit nachher ward bei der obern Behoͤrde uͤber dieſe Begebenheit und andere aͤhnlicher Art, die vorher und nachher in dieſem Geneſungshauſe ſtatt