272 Das Geneſungshaus.
wird keinem armen Verſtorbenen ein Pfahl durch den Leib geſtoßen.
«.ᷣi⅔5õ Wohlgethan waͤre es, mein Herr!»» entgegnete ich:««wenn die Einzelnen dieſem guten Beiſpiele folg⸗ ten, und den Geiſt nicht noch zu beleidigen ſtrebten, den ſie vielleicht ſelbſt zum Wahnſinne getrieben ha⸗ ben, wenn denn nun wirklich dieſer Leichnam—»“» doch hier hielt ich ploͤtzlich inne, nicht bloß im Ge⸗ fuͤhl, daß dieſer Streit doch voͤllig nutzlos ſeyn wuͤrde, ſondern aus der in einem Augenblicke kaͤlteren Nach⸗ denkens in mir feſtgewordenen Ueberzeugung, daß der ungluͤckliche junge Mann wirklich ſeinem Leben ſelbſt ein Ende gemacht habe. Alles an Ort und Stelle, was ich nur erblickte, beſtaͤtigte dies. Kein Anzeichen eines Kampfes war zu ſehen, kein Merkmal von Gewalt an dem Koͤrper oder der leichten Bekleidung, die ihn bedeckte, ſondern nur die Spuren, wo die Streifen abſichtlich herausgeriſſen worden. Der groͤßte Beweis fuͤr das ganze Ereigniß ſchien aber, meiner Anſicht nach, darin zu liegen, daß es unmoͤglich war, eine ſolche Erzaͤhlung zu erfinden, und ſolche unwahr⸗ ſcheinliche Mittel als Werkzeuge des Todes ſich zu erden⸗ ken und vorzuzeigen. Nachdem ich hier das Ungluͤck ſelbſt in Augenſchein genommen und die naͤheren Um⸗ ſtaͤnde gehoͤrt hatte, war ich feſt uͤberzeugt, daß Alles wirklich ſo geſchehen, und habe ſeitdem nie daran ge⸗ zweifelt, daß der einzige aͤhnliche Todesfall dieſer Art,


